Traumanetzwerk

Traumanetzwerk

Der Arbeitskreis Miteinander installiert ein Traumanetzwerk mit Unterstützung durch den Freundeskreis Asyl Lörrach und Freundeskreis Asyl Rheinfelden für die Behandlung traumatisierter Flüchtlinge.

Traumata vor Ort therapieren

Im Landkreis Lörrach sind mehrere Tausend Flüchtlinge untergebracht, von denen eine erhebliche Zahl traumatisiert sein dürfte. Bis dato werden behandlungsbedürftige Flüchtlinge zu Refugio in Villingen Schwenningen überwiesen. Die Behandlungsplätze bei Refugio sind sehr beschränkt, ausserdem ist die Anfahrt aus dem Landkreis Lö mit den ÖPNV sehr aufwändig, im Prinzip eine Tagesreise. Einigen Personen ist eine selbständige Anreise per ÖPNV nicht möglich, die Alternative eines Fahrdienstes jedoch meist nicht gegeben, bzw. nicht regelmäßig durch Ehrenamtliche zu bewerkstelligen.
Ziel des Projektes ‚Traumabehandlungsnetzwerk‘ ist die Schaffung eines organisatorischen Rahmens, der die Behandlung durch bereits im Landkreis niedergelassene und approbierte Psychotherapeuten/-innen ermöglicht.
Eine grosse Zahl von Psychotherapeuten im Kreis hat bereits zugesagt, Therapieplätze für traumatisierte Flüchtlinge bereitzustellen. Die Psychotherapeuten können ihre Leistungen über das Landratsamt bzw. die Krankenkassen abrechnen.

Zum organisatorischen Rahmen gehört eine sozialpädagogische Fachkraft und ein Pool zu diesem Zweck geschulter Übersetzer/-innen, sowie eine Begleitgruppe, die Unterstützungsmaßnahmen organisiert. Die Begleit-gruppe wird durch den Arbeitskreis Miteinander mit ehrenamtlichen Betreuer und Betreuerinnen aus dem Asylbereich besetzt, hinzu kommen Experten aus dem Bereich Fundraising und Traumaberatung. Es werden auch Personen aus anderen Helferkreisen eingebunden.
Die sozialpädagogische Fachkraft wird bei einem Träger der Freien Wohlfahrtspflege angestellt werden, die Bezahlung soll über Mittel aus Förderprogrammen und einzuwerbenden Spenden erfolgen. Ebenfalls aus diesen Töpfen soll die Aufwandserstattung für die Sprachvermittler bestritten werden.

Die sozialpädagogische Fachkraft sorgt dafür, dass die Koordination zwischen den behandlungsbedürftigen Flüchtlingen, den PsychotherapeutInnen und den Sprachvermittlern gelingt.
Sie soll auch die Sprachvermittler gewinnen und deren Ausbildung organi-sieren, sie wird auch die Supervision für Sprachvermittler sowie der Psychotherapeuten/-innen organisieren.

Die Angebote des Netzwerkes sollen eine dauerhafte Einrichtung werden. Die Initialeinrichtung des Netzwerkes und der Anfangsbetrieb sollen im Rahmen eines Projektes mit drei Jahren Dauer erfolgen. Während dieser Zeit wird die Begleitgruppe die Verstetigung der Maßnahme erarbeiten und sicherstellen, Richtung Finanzierung durch Fundraising und Gewinnung von dauerhaften Sponsoren.
Das Projekt realisiert die psychotherapeutische Versorgung von traumatisierten Flüchtlingen wohnortnah im Landkreis Lörrach, so dass keine weiten Wege zurückzulegen sind. Die Einbindung von Angehörigen und die Begleitung durch ehrenamtliche Betreuer/-innen wird erleichtert.

Die Behandlung einer Traumatisierung wird auch mit dem Ziel erfolgen, die Integration zu erleichtern bzw. Grundsätzlich zu ermöglichen, u.a. auch um die die Eingliederung in den Arbeitsmarkt vorzubereiten.

Spenden zur Finanzierung der sozialpädagogischen Fachkraft für Koordinationsaufgaben und für die Auslagenerstattung für Sprachvermittler bitte auf folgendes Konto überweisen:

Arbeitskreis Miteinander
IBAN: DE42 6839 0000 0000 4143 95
BIC: VOLODE66
Verwendungszweck: „Traumanetzwerk“
(Spendenbescheinigungen werden am Jahresende ausgestellt.)